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Das Meer als Müllkippe - Geisternetze und Zigarettenkippen

Nach Ansicht von Umweltaktivisten sind die deutschen Schutzmaßnahmen für Nord- und Ostsee nicht ambitioniert genug

  • Von Anne-Beatrice Clasmann, Stralsund
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Deutschland hat den Schutz des Meeres beim G7-Gipfel zum Thema gemacht. Nun muss sich zeigen, ob das mehr war als schöne Worte.

Mehr als zehn Millionen Abfälle gelangen jedes Jahr weltweit in die Ozeane. Alleine in der Ostsee landen nach Schätzungen der Umweltorganisation WWF jedes Jahr bis zu 10 000 sogenannte Geisternetze und Angelschnüre. In den kaputten Kunststoffnetzen verheddern sich Fische, Meeresschildkröten, Robben und Meeressäuger. Zerfällt der Plastikmüll, werden die Partikel von Meeresbewohnern gefressen und landen teilweise dann auf dem Teller.

Die Bundesregierung hat den »Meeresmüll« zu einem ihrer G7-Präsidentschaftsthemen gemacht. Die Umweltverbände hoffen jetzt, dass es nicht nur bei Absichtserklärungen bleibt. Zu den Vorschlägen, die derzeit diskutiert werden, gehört eine Markierung, anhand derer sich erkennen lässt, wer der Besitzer eines Netzes ist. Denn dann erst könnten diejenigen, die ihre alten N...


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