Von wegen Klassenkampf

Nach dem 1:1 gegen RB Leipzig kämpft der 1. FC Union Berlin wieder mit sich selbst

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Berliner Fans inszenierten ihre Abneigung gegen RasenBallsport Leipzig wieder eindrucksvoll. Geld und Gewinnorientierung gehören aber auch zum Geschäft des 1. FC Union.

Es gibt sie noch im Fußball - dankbare Gegner. RB Leipzig ist so einer, zumindest solange er noch in der zweiten Liga spielt. Die finanzielle Ausnahmestellung des Red-Bull-Klubs wird schon im Vorfeld von Spielen gegen die Leipziger thematisiert. Folgt dann eine Niederlage, lässt sie sich ganz einfach damit erklären. Gewinnt man gegen RasenBallsport, ist der Jubel umso größer - Balsam für die eigene Klubseele.

Klassenkampf! Diese Schlagzeile gehört den ganz besonderen Spielen gegen RB. Am Freitagabend gab es wieder so eins. Die Leipziger traten beim 1. FC Union Berlin an, einem dieser Klubs, bei dem Fans und auch die Vereinsführung ganz offen für den Erhalt der Fußballkultur kämpfen. Klar, dass Präsident Dirk Zingler und Co. auch den fünfzehnminütigen Schweigeprotest zu Beginn des Spiels unterstützten. Am Ende stand es 1:1.

Etwas glücklich für Union, weil Leipzig vor allem nach der Berliner Führung durch Sören Brandy (25. Minu...


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