Saudische Angriffe auf zivile Ziele in Jemen

Sturm auf Sanaa in Vorbereitung / Wo Huthi-Milizen weichen müssen, macht sich Al Qaida breit

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bei Luftangriffen auf eine Fabrik in Jemen sind mindestens 34 Menschen getötet worden. Der Krieg erzielt derweil unerwünschte Ergebnisse: Wo die Huthi vertrieben wurden, greift Al Qaida nach der Macht.

Normalerweise wird in der Fabrik in der Provinz Hajja zwischen der Hauptstadt Sanaa und der saudischen Grenze Wasser in Flaschen gefüllt. »In einer Zeit, in der es aus dem Wasserhahn kein sauberes Trinkwasser gibt, ist das überlebenswichtig«, sagt Ibrahim al-Rasum, der Besitzer der Fabrik. Doch Anfang der Woche legten Bomben und Raketen der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz die Hallen in Schutt und Asche, 34 Menschen seien gestorben, sagt Rasum; bestätigen kann das in der extrem unübersichtlichen Lage niemand. Die Militärallianz, die auch von den Vereinigten Staaten unterstützt wird, bestätigt so gut wie nie zivile Opfer. In der Fabrik hätten die Huthi Waffen hergestellt und Kämpfer ausgebildet, erklärt Koalitionssprecher Ahmed Asseri, ein Brigadegeneral.

Es war der jüngste Angriff der Militärallianz auf zivile Ziele ohne offensichtliche militärische Funktion. Bereits seit Tagen werden Städte und Dörfer in den Regionen ...

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