Ölsuche gefährdet historische Stätten

Der Chaco-Nationalpark im Südwesten der USA umfasst hunderte archäologische Stätten, Reste einer um 1250 untergegangenen Hochkultur. Die werden nun gefährdet durch die Suche nach Öl- und Gasvorkommen. Von John Dyer , Boston

  • Von John Dyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In New Mexico im Südwesten der Vereinigten Staaten findet derzeit ein Kampf der Kulturen statt. Nachfahren der früher dort lebenden Indianer und Umweltschützer wehren sich gegen Öl- und Gasunternehmen unserer heutigen energiehungrigen Kultur. Denn diese suchen mit dem umweltbelastenden Fracking-Verfahren in unmittelbarer Nähe des historischen Chaco-Nationalparks nach neuen Energievorkommen.

Zunächst einmal haben die Ölsucher gewonnen. In der vergangenen Woche hat ein Bundesrichter in New Mexico die Klage auf Einstellung der Fracking-Bohrungen auf staatseigenem Land nahe dem Chaco Culture National Historic Park im Nordwesten des Bundesstaates zurückgewiesen. Eine Gruppe von Indianern, Archäologen und Umweltschützern hatte die Klage angestrengt, um den als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Park zu schützen. Ihr Argument war, dass durch das Fracking-Verfahren der Boden destabilisiert werden kann und immer wieder kleinere, lokale Erd...


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