Bildungslexikon

Bibliometrie, die; Substantiv, feminin. Unter Bibliometrie wird die Vermessung wissenschaftlicher Publikationen verstanden. Unter Anwendung von mathematischen und statistischen Methoden werden Quoten über Publikationen zu Erscheinung, Themen, Zitaten ermittelt. Die Bibliometrie gilt als Teildisziplin der Szientometrie, einer Disziplin, die allgemein Wissenschaft vermisst. Hierunter fallen u.a. Anzahl von Absolventen, Herkunftsländer oder Nobelpreisträger. Diese rein quantitative Methode führt zu Aussagen über Relevanz von Forschungsvorhaben, Lehrstühlen oder gar ganzen Disziplinen.

Zwei Messgrößen sind dabei von Bedeutung: die Zitationsraten sowie die Rate an zitierten Fachzeitschriften. Zitationsraten werden über Zitationsanalysen ermittelt, die Aufschluss geben über die Häufigkeit, mit der wissenschaftliche Artikel, Monografien oder Herausgeberschaften von anderen Publikationen zitiert werden. Die zweite Messgröße, der Journal Impact Factor, benennt die Häufigkeit, mit der Artikel wissenschaftlicher Zeitschriften zitiert werden. Durch sie wird die Relevanz der der Zeitschriften ermittelt. So rangierte 2012 die Zeitschrift »Science« auf Platz 20. Diese Form der Reflexivität führt dazu, dass zur Begründung eigener Forschungsvorhaben pausenlos veröffentlicht wird. lgn

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