Die gibt’s noch?

Scheinbar unattraktive Branchen werben mit flotten Sprüchen und Party um Azubis

  • Von Kathrin Zeilmann, Selb
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Beispiel oberfränkische Polstermöbelbauer: Lehrlinge finden sie nur schwer. Ihre Branche gilt als altmodisch, die Region als gebeutelt vom Bevölkerungsschwund. Erste Ideen funktionieren nur zaghaft.

Sogar eine Party haben die Unternehmen schon geschmissen. Um junge Menschen in möglichst lockerer Atmosphäre für ein eher nüchtern-sachliches Thema zu interessieren - nämlich für eine Ausbildung in der oberfränkischen Polstermöbelbranche. Jedes zweite in Deutschland produzierte Polstermöbelstück kommt nach Verbandsangaben aus Oberfranken.

Nur: Azubis finden die Betriebe nur noch schwer. Was zum Beispiel daran liegt, dass landläufig viele Menschen überrascht sind, dass überhaupt noch in großem Stil Möbel in Deutschland hergestellt werden - und nicht im Ausland. »Klar fragen sich die jungen Menschen, ob sie nicht auf ein totes Gleis setzen«, räumt Imaan Bukhari, Geschäftsführer des Unternehmens FM Munzer Polstermöbel in Weidhausen (Landkreis Coburg), ein.

Seit einigen Jahren suchen die Betriebe deshalb intensiv den Schulterschluss mit den Schulen, laden Klassen in ihre Produktionsstätten ein zum »Polster Day«. Erfolg? Bukhari s...


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