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«Münzenberg hätte einen Appell für SYRIZA gestartet»

Der Historiker Bernhard H. Bayerlein über die Aktualität des Antifaschisten und Antistalinisten Willi Münzenberg - und einen Internationalen Kongress in Berlin

In Griechenland hat sich die linke SYRIZA monatelang gegen die Gläubiger und ihre Forderungen gestemmt – immer in der Hoffnung, die Linken in Europa wären stark genug, diesen Kampf zu unterstützen. Was hätte Willi Münzenberg in so einer Situation gemacht?

Bernhard H. Bayerlein: Wer sich Münzenbergs Geschichte anschaut, darf vermuten, dass er sehr engagiert versucht hätte, den Streit um die europäische Krisenpolitik zu beeinflussen. Er hätte wohl einen Appell an die Intellektuellen in Europa gestartet und versucht, die linken und grünen Parteien zu einem gemeinsamen Vorgehen zu gewinnen. Man kann sich auch ausmalen, dass Münzenberg praktische Solidarität in Form einer Initiative für Hilfslieferung für die verarmte Bevölkerung angeschoben hätte.

Wohltätigkeit im Sinne von Spenden und eine politische Unterstützung durch Bündnisse – kann man sagen: Er hat die «Solidarität» erst zum politischen Konzept gemacht?

Das gilt zumin...


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