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Die ganz normale Verlogenheit

»Bild«-Zeitung: Ein Tag ohne Fotos

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die »Bild« bleib einen ganzen Tag ohne Fotos. Wer auf eine Entschuldigung für all die Urheberrechtsverletzungen, Abbildungen von Verunglückten und unverpixelten Straftätern erhofft hatte, irrte sich gewaltig.

Spötter meinen, dass das Handwerk des Feuilletonisten darin bestehe, notfalls auf einer Glatze eine Locke drehen zu können, also - um es unfreundlicher auszudrücken: die Leser für dumm zu verkaufen. Folgende Zeilen klingen verdächtig nach dieser handwerklichen Fähigkeit: »Worauf kein Licht fällt, gibt es in einem gewissen Sinne nicht. Ohne Bilder keine Realität. Wenn keiner da ist, um etwas wahrzunehmen, kann es im strengen Sinne nicht wahr sein.«

Der Verfasser jener Zeilen heißt Alexander von Schönburg, was ebenfalls dafür spricht, dass jene Zeilen im Feuilletonteil einer der großen, bekannten deutschen Zeitungen gedruckt wurden - in der FAZ etwa oder der »Süddeutschen Zeitung«, gar vielleicht in der »Zeit«, denn Alexander Graf von Schönburg-Glauchau, Journalist und Schriftsteller sowie Chef des gräflichen Glauchauer Zweigs des Hauses Schönburg, hat in der Tat früher für die »Zeit« geschrieben. Seit gut sechs Jahren aber ist er h...


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