Geschlossene Gesellschaft

Drei Angehörige der Dritten Generation Ostdeutschland analysierten die Demokratiedefizite der Region zwischen Ostsee und Erzgebirge

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ist der im Osten weiter verbreitete Rechtsradikalismus ein Erbe des DDR-Erziehungswesens? Drei nicht mehr ganz junge Ostdeutsche suchten Antworten auf diese Frage.

Mehr als zwei Millionen Bundesbürger wurden zwischen 1975 und 1985 in der DDR geboren. Sie alle sind Teil der »Dritten Generation Ostdeutschland«, die sich derzeit selbst entdeckt. Zumindest die Älteren von ihnen haben die Wende bewusst erlebt und dabei ähnliche Erfahrungen gemacht. Etwa die neue Freiheit, aber auch die Verunsicherung der eigenen Eltern, die oftmals arbeitslos wurden und keine Hilfe waren bei der Orientierung im fremden System.

Am Dienstag trafen drei Vertreter dieser Generation auf dem Podium des Potsdam Museums zusammen, wo sie auf Einladung der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung diskutierten. Neben dem gebürtigen Erfurter und SPD-Bundestagsfraktionsvize Carsten Schneider, saßen die Brandenburger FDP-Politikerin Linda Teuteberg und der »Tagespiegel«-Redakteur Robert Ide.

Angesichts der Ereignisse von Heidenau, Tröglitz und Freital kam das Gespräch schnell auf das Thema Rechtsradikalismus. Denn nicht wenige Angehöri...

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