Furzkissen, Blasrohre und Urzeitkrebse

Mit originellen und skurrilen Gimmicks begeistert »Yps« seit 1975 eine große Fangemeinde

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

An diesem Donnerstag erscheint die Jubiläumsausgabe der legendären Comiczeitschrift »Yps«. Seit 40 Jahren hat das Magazin eine treue, meist männliche Stammleserschaft.

Wer meint, in den 80er Jahren sei die Jugend in der BRD im Windschatten schwerer politischer Konflikte von kaum mehr geprägt gewesen als belanglos daherkommendem Eskapismus, der irrt gewaltig. Eines der erfolgreichsten Comicmagazine der Zeit thematisierte brennende und wichtige, wenn auch nicht immer so ganz reale Dinge, mit denen sich kleine Jungs damals die Welt zu erschließen versuchten: Jeder Ausgabe des monatlich erscheinenden »Yps«-Heftes waren sogenannte Gimmicks beigelegt, die von Urzeitkrebsen über Detektivbrillen bis hin einer angeblich viereckige Eier produzierenden Maschine reichten.

Und »Yps« bewegte sich damit oft genug nah am Zeitgeist. In einigen Ausgaben gab es - passend zur Atomkriegsstimmung - Agentenblasrohre, mit denen sich sogar um die Ecke schießen ließ. Als die reaktionärsten unter den in der BRD nicht eben wenigen reaktionären Eltern begannen, in jeder neuen deutschen Föhnwelle gleich einen kriegsdienstverweiger...

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