Von Fortschritten und Rückschlägen

Werner Röhr unterzieht die Faschismusforschung einer Kritik und spart dabei nicht mit Lob und Tadel

  • Von Kurt Pätzold
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Titel provoziert Fragen: Von wessen Kritik und Spiegel ist hier die Rede? Und von wessen Faschismusforschung? Die erste Frage ist rasch beantwortet: Es handelt sich um die Kritik und den Spiegel des Buchautors. Werner Röhr fasste Rezensionen zusammen, die er im Lauf eines Vierteljahrhunderts in Periodika veröffentlichte, die eine begrenzten Leserkreis erreichten und sich zumeist auf dem Zeitschriftenmarkt nicht behauptet haben. Sein Blick in die Geschichte der Faschismusforschung reicht aber zeitlich noch weiter zurück. Die früheste besprochene Publikation »1939 - Deutschland von innen betrachtet« stammt von Sebastian Haffner und wurde 1940 in London gedruckt, gedacht als Beitrag zur psychologischen Kriegsführung gegen das verhasste Naziregime. Die erste deutschsprachige Ausgabe erschien erst 1996. Fünf Jahre nach jenem Haffner-Buch schrieben Buchenwald-Häftlinge in US-amerikanischem Auftrag ihren Report, dessen deutsche Erstveröff...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.