Zu Besuch bei einem Eremiten

Der 33-jährige Aydin liebt die Einsamkeit Kappadokiens. Von Anja Reinbothe-Occhipinti

  • Von Anja Reinbothe-Occhipinti
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Wir haben ihn gefunden!«, jubelt Reiseführer Süleyman Akcali. Das ist gar nicht so einfach, wenn jemand keine Adresse und nur begrenzten Handyempfang hat. Wie ein Eremit von gestern sieht Aydin Iltaş in Jeans, T-Shirt, Flip Flops, mit Basecap auf dem Kopf allerdings nicht aus, eher wie ein hipper Typ aus der Nachbarschaft. Seit rund neun Jahren lebt der 33-jährige Türke allein im schluchtenschmalen Meskendirtal in Kappadokien. Aydin ist ein gewitzter junger Mann, den wohl jeder mag. Auf die Frage, warum er fernab der Zivilisation lebt, antwortet er: »Ich mag diese Einsamkeit und die Natur.«

Die Landschaft scheint unwirklich. Überall wuchert facettenreiches Grün vor einer weißen Bergwelt mit surrealen Tuffsteinkegeln und durchlöcherten Felswänden, in denen einst viele Menschen wohnten. Heute sind es nur noch wenige. Der Name Kappadokien ist dem Alt-Persischen entlehnt und bedeutet »Land der Pferde«. Vielmehr aber ist es das Land der...


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