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Denkhilfe durch Vertriebene

René Heilig über eine künftige Rolle Deutschlands wider den IS

Es wird viel geredet über Schwierigkeiten, die zu uns kommende Kriegsflüchtlinge mitbringen. Nun zwingen die Vertriebenen auch noch die Bundesregierung, über die aktive Bekämpfung aktueller Fluchtursachen in Syrien und Irak nachzudenken. Was - das sei betont - schwierig ist.

Analysiert man die Wochen-end-Wortmeldungen von Steinmeier, von der Leyen und de Maizière, so wird deutlich, dass Berlin noch weit entfernt ist von einem abgestimmtem Vorgehen - mit dem man notwendigerweise auch in der EU und in Washington ideenverstärkenden Eindruck hinterlassen könnte. Sicher ist, dass der Westen mit der bestehenden militärischen Koalition nicht zum Frieden kommt. Jedenfalls nicht ohne eine politische Koalition, die Lösungen über das Bombenwerfen hinaus bietet. Allen ist klar: Zuerst muss der halsabschneidende IS gestoppt werden. Das geht nicht ohne Iran, nicht ohne Saudi-Arabien, nicht ohne die USA und Russland. Die mögen einander alle nicht - sie dürfen dennoch nicht einfach auf ein Ausbluten der Kriege hoffen.

Wie aber bezieht man Russland ein in die Konfliktlösung, wenn man doch als NATO-Mitglied selbst mit Moskau im Konflikt lebt? Erst einmal durch Zuhören. Putin hat doch zu verstehen gegeben, dass er den Mörder Assad für derzeit unersetzbar, doch nicht für die einzige Zukunftsoption hält.

Deutschland hat in der Iran-, Atom- wie in der Ukraine-Frage gezeigt, dass es die Moderatorenrolle nicht schlecht spielen kann. Solch Können verpflichtet.

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