Werbung

Fünf, sechs, sieben - Immer mehr Zweitligisten sagen #BILDnotwelcome

Profifußballvereine verzichten auf umstrittene »Wir helfen«-Aktion des Boulevardblattes / Solidarität gegen »Bild«-Chefredakteur

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Jetzt auch die Roten Teufel: Nach dem FC St. Pauli und dem 1. FC Union Berlin, verzichten auch der SC Freiburg, der VfL Bochum, der 1. FC Nürnberg, der MSV Duisburg und der 1.FC Kaiserslautern am Wochenende auf das Trikot-Logo »Wir helfen« für Flüchtlinge. Freiburg, Union und Pauli betonten, dass sie sich lokal und direkt in der Flüchtlingshilfe engagierten. »Angesichts der tief entbrannten und kontrovers geführten Diskussion um die Aktion 'Wir helfen' befürchten wir einen Schatten über den von uns vorbereiteten Aktionen am Sonntag und in den kommenden Wochen. Das wollen wir vermeiden, deshalb verzichten wir auf das angebotene Aktions-Badge auf dem Trikotärmel«, gab hingegen der MSV Duisburg am Freitag auf seiner Internet-Homepage bekannt.

Der 1. FC Kaiserlautern gab die Entscheidung des Vereins am Freitagnachmittag auf seinerer Facebook-Seite bekannt: Inzwischen gehe leider nicht mehr um das Thema »Hilfe für Flüchtlinge, sondern nur noch um die Haltung der Vereine zu einzelnen Medien.«

Bochum und der Club begründeten den Verzicht am Donnerstag mit der Reaktion von »Bild«-Chef Kai Diekmann auf die erste Absage durch die Kiez-Kicker. »Darüber wird sich die @AfD_Bund freuen: Beim @fcstpauli sind #refugeesnotwelcome«, hatte Diekmann am Mittwoch getwittert – und damit erboste Reaktionen hervorgerufen.

Dazu erklärten die Bochumer Vereinsvorstände: »Der VfL Bochum 1848 begrüßt sämtliche Hilfsmaßnahmen, die in Not geratene Menschen unterstützen. (...) Allerdings hat uns die scharfe Reaktion seitens der BILD-Chefredaktion ob der Absage eines anderen Clubs an die Aktion dazu gebracht, sich mit diesem Verein solidarisch zu zeigen.« Die »Bild« äußerte sich in einer schriftlichen Stellungnahme enttäuscht über die Absagen: »BILD findet es sehr schade, dass einzelne Vereine die gemeinsame Aktion mit DFL und Hermes nicht unterstützen - hier geht es schließlich um die gute Sache.«

Mit dem Verzicht der Roten Teufel haben bereits sieben DFL-Vereine auf ihre Teilnahme an »Wir helfen« verzichtet – allerdings noch kein Erstligist. Fans von Borussia Dortmund zeigten am Donnerstagabend aber schon einmal, was sie von der »Bild«-Aktion halten – nämlich nichts:

Am kommenden Wochenende sollten alle 36 Mannschaften der 1. und 2. Fußball-Liga auf dem linken Trikotärmel den Aufdruck der »Bild«-Aktion »Wir helfen - #refugeeswelcome« tragen - statt des sonst üblichen großen Sponsorenlogos des Versandunternehmens Hermes. Klein sind dabei auch die Logos der Zeitung und von Hermes abgebildet. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte zu dieser freiwilligen Aktion aufgerufen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen