Wenn der Balkan ein »Wartesaal für Flüchtlinge« wird

EU-Nachbarschaftskommissar Hahn warnt vor einem »schweren geostrategischen Fehler« und Destabilisierung

  • Von Thomas Brey, Zagreb
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Slowenien will sie nach Kroatien bringen. Kroatien nach Ungarn. Und Ungarn macht seine Grenzen mit unüberwindbar. Wenn die Flüchtlinge niemand haben will, müssen sie auf dem Balkan bleiben.

Die radikalste Lösung hat der Landrat des kroatischen Kreises Sisak, Ivo Zinic, auf Lager: Er will Dutzende Asylbewerber ohne Papiere wieder in die Türkei zurückschaffen lassen, verkündete er am Freitag. Slowenien bemüht sich zeitgleich um die Rücksendung Hunderter illegal eingereister Flüchtlinge nach Kroatien.

Doch Zagreb winkt ab. Kroatien will jetzt seinerseits die bis zum Freitagmorgen registrierten mehr als 14 000 Flüchtlinge - von der großen Dunkelziffer wegen massenhafter Einreise über die »grüne Grenze« ganz zu schweigen - an der Grenze zu Ungarn absetzen. Dort wiederum wird in Eile ein neuer Grenzzaun zur Abwehr hochgezogen.

In einem regelrechten Hilferuf hatte Kroatiens Regierung die südlichen Nachbarn Serbien und Mazedonien aufgefordert, den weiteren Andrang zu unterbinden. Alle drei Länder zeigen zugleich mit dem Finger auf Griechenland, das »ein Auge zudrückt« bei der Anlandung neuer Flüchtlinge aus der Türkei auf seinen na...

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