Der Prellbock vom »Drehpunkt«

BND-Zeugen vor dem NSU-Untersuchungsausschuss - Aussageverweigerung grassiert

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bis in den frühen Freitagmorgen dauerte die jüngste Zeugenbefragung vor dem NSA-Untersuchungsausschuss. Heraus kamen durchaus brisante Details zum bislang größten Spionageskandal.

Als Zeugen geladen waren K. M., D. B. und A. N. - die drei Herren vom Bundesnachrichtendienst (BND) sind so klandestin, dass man nicht einmal ihre Arbeitsnamen erfahren darf. Dumm nur, dass A. N. sich bereits vor Jahren medial als Alois Nöbauer wichtig gemacht, also geoutet hat. Nöbauer ist 60 Jahre alt, hat zwölf Jahre in der Bundeswehrtruppe zur elektronischen Kampfführung gedient, wurde vom BND angeheuert und leitet seit drei Jahren die Außenstelle Gablingen. Das Areal bei Augsburg trägt unter anderem den Decknamen »Drehpunkt«

Zeuge Nöbauer gehört zum Typ »Prellbock«. Er berief sich pausenlos darauf, dass Fragen angeblich »nicht den Untersuchungsgegenstand« betreffen oder auf Geschehen zielen, das außerhalb des dem Ausschuss vorgegebenen Untersuchungszeitraumes stattgefunden hätten. Das war schon dreist, doch nicht ohne Rückendeckung des Kanzleramtes. Überdies fühlte sich der Mann, der den Ausschussmitgliedern Zeit und Nerven s...


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