Cova da Moura - ein unerreichbarer Ort in Portugal

Besuch einer Favela inmitten von Europa

  • Von Dominic Heilig, Lissabon
  • Lesedauer: ca. 9.0 Min.

Die Sonne scheint grell an diesem Mittag im beginnenden September. Sie heizt so schon früh am Tag die Asphaltwege und Trampelpfade in Cova da Moura, einem kleinen Viertel am nördlichen Rand der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, auf. Die Luft ist staubtrocken und die von den Fenstern der Hütten reflektierten Sonnenstrahlen blenden die Augen. Das gleißende Licht öffnet nicht den Blick, sondern verstellt ihn für die morbide Schönheit der letzten Favela Portugals.

Ohne Sonnenbrille und ein kühles Getränk ist es draußen nicht lange auszuhalten. »Schön, dass es geklappt hat und ihr hergefunden habt«, ruft es aus der Ferne. LBC Soldjah, Rapmusiker, Sozialarbeiter aus Berufung und eine wahre Berühmtheit in Cova da Moura kommt einen Berg herab und umarmt seine Gäste. Er will den »Einfallenden« heute sein Viertel zeigen. »Haben euch die Menschen in Lissabon davor gewarnt, hierher zu kommen?«, fragt er lächelnd. Kopfnickendes Bejahen. LBC...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.