Putin verteidigt »Rettung« Assads

Unbehagen über Merkels Vorstoß

Berlin. Russlands Staatschef Wladimir Putin hat im US-Fernsehsender CBS seine Unterstützung für Syriens Machthaber Baschar al-Assad bekräftigt. CBS-Moderator Charlie Rose sagte laut vorab veröffentlichten Interviewauszügen, die verstärkte russische Militärpräsenz in Syrien lege nahe, dass Moskau Assad »retten« wolle. »Da haben Sie recht«, antwortete Putin. Er warnte vor der Zerstörung einer legitimen Regierung und einer Lage wie in Libyen, »wo alle staatlichen Einrichtungen zerfallen sind«. Es gebe keine andere Lösung der syrischen Krise als eine Stärkung der Regierungsstrukturen. Damaskus müsse dazu gedrängt werden, »sich an einem positiven Dialog mit der vernünftigen Opposition zu beteiligen und Reformen durchzuführen«. Am Montag treffen sich Putin und US-Präsident Barack Obama am Rande der UN-Generaldebatte in New York.

Außenpolitiker der großen Koalition reagierten zurückhaltend auf das Plädoyer von Kanzlerin Angela Merkel für direkte Gespräche mit Assad. Der Obmann für Außenpolitik der Fraktion, Roderich Kiesewetter (CDU), sprach von »Unbehagen über ein gemeinsames Agieren«. Agenturen/nd Seiten 3 und 5

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