Aufbauhelfer oder Heuschrecke?

Nicht nur Fraport beteiligt sich im Ausland gern als »Rosinenpicker« - nicht immer gewerkschafts- und beschäftigtenfreundlich

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Dass deutsche Konzerne ihr Geschäftsgebaren global ausrichten, ist nichts Neues. Auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport AG stellt keine Ausnahme dar.

»Unser Airport-Know-How ist weltweit gefragt - Fraport ist an elf Flughäfen aktiv«, heißt es in Konzernpublikationen, die die Übernahme von Airports in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika als Ausdruck selbstloser Aufbauhilfe für unterentwickelte Länder darzustellen versuchen. Neuester Akt im Expansionskurs ist die anstehende Übernahme von 14 griechischen Regionalflughäfen per Betreiberkonzession über 40 Jahre. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte sich im Juli bei der EU-Kommission persönlich dafür eingesetzt. Nachdem der Athener Regierungschef Alexis Tsipras unter Druck aus Brüssel und Berlin seinen Widerstand aufgab, dürfte der Fraport-Deal ebenso wie andere griechische Privatisierungen besiegelt sein.

Gegen den Ausverkauf protestierten vor dem hessischen Landtag Aktivisten des Griechenland-Solidaritätskomitees Frankfurt/Rhein-Main. »Das macht Griechenland zum Protektorat und Fraport endgültig zur internation...

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