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Wie trefflich (un)genau war Paul?

Mehr Kunst und ein bisschen Mathe, ein bisschen Kirmes und mehr Mathe

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Zu meinen Dauerrenner-Lieblingsschriftstellern gehört seit mehr als vier Jahrzehnten Hermann Hesse. Immer wieder kann ich im »Glasperlenspiel« schwelgen und weiß längst Passagen auswendig, etwa aus dem Eingangskapitel - dort besonders die zum imaginär-aktuellen »feuilletonistischen Zeitalter«.

In denen ist Hesse seiner Zeit so faszinierend zeitlos bis in unsere Spaßgesellschaft voraus (nicht zuletzt durch den Kunstgriff, sie in der Vergangenheit anzusiedeln). Eine vor Ironie triefende, aber messerscharfe und kompromisslose Kulturkritik. Zitat: »Jene Menschen mit ihren Kinder-Rätselspielen und ihren Bildungsaufsätzen waren nämlich keineswegs harmlose Kinder oder spielerische Phäaken. Sie saßen vielmehr angstvoll inmitten politischer, wirtschaftlicher und moralischer Gärungen und Erdbeben, haben eine Anzahl von schauerlichen Kriegen und Bürgerkriegen geführt, und ihre kleinen Bildungsspiele waren nicht bloß holde sinnlose Kinderei, sondern entsprachen einem tiefen Bedürfnis, die Augen zu schließen und sich vor ungelösten Problemen und angstvollen Untergangsahnungen in eine möglichst harmlose Scheinwelt zu flüchten ... - von den Kirchen nicht mehr tröstbar, vom Geist unberaten.«

So zu schreiben begonnen schon 1931, doch wie ließe sich das 2015 angesichts heutiger TV-Serien und Großfeuilletons, allen Talkflachsinns und einer Kirmeskulturpolitik treffender sagen? Doch was ist da nun, mal ganz, ganz kleinlaut gefragt, mit unserer »Spielplatz-Seite« oder gar ihrem »Denkspiel«?

Am besten, wir weisen da mal ebenso kleinlaut darauf hin, dass ein Roman nicht das Leben und kein Romancier - sei er noch so geehrt und verehrt - sein Prophet ist. Und überhaupt »Das Glasperlenspiel«. Da wird u.a. eine gewaltige Bachpartitur mit ebenso gewagten mathematischen Formeln verwoben. Musikalische Klasse und mathematische Eleganz, umwerfend schön zu lesen. Aber ob das nun so die ganz reine, nicht-feuilletonistische Lehre ist?

Deshalb heute bei uns auch ganz ungezwungen zwar nicht Kunst der Fuge und Mathematik, dafür Kirmes und Mathematik:

Bei Erntefesten, die es derzeit landauf, landab gibt, kommen immer mehr große Dartturniere in Mode. Und zwar nach dem Modus »jeder gegen jeden«. Bei einer dieser Veranstaltungen stand der Sieger jüngst nach 120 Aufeinandertreffen fest. So wie bereits im Vorjahr war es Markus Trefflich. Der hatte diesmal auch seinen jüngeren Bruder Paul mitgebracht. Der entpuppte sich als nicht ganz so trefflich und wurde nur Vorletzter. Auf dem wievielten Platz genau war Paul gelandet?

Lösungen an uns per Post (Kennwort »Denkspiel«) oder als Mail an spielplatz@nd-online.de. Einsendeschluss Mittwoch, 7. Oktober. Absender nicht vergessen, wir losen unter den richtigen Einsendungen einen Buchpreis aus!

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