Heimarbeit

Zum Tod der Filmemacherin und Künstlerin Chantal Akerman

  • Von Stefan Ripplinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Chantal Akerman drehte mit 25 einen der einflussreichsten Filme des feministischen Kinos. Was kann danach noch kommen? In ihren Filmen ging es immer um eine subjektive, weibliche Aneignung.

Chantal Akerman widerfuhr ein Unglück, das andere vielleicht für ein großes Glück halten würden. 1975, mit 25 Jahren, drehte sie einen der einflussreichsten Filme des feministischen Kinos. Aber was kann eine danach noch tun? Der Film heißt, nach der Adresse der Frau, von der in ihm erzählt wird: »Jeanne Dielman, Quai du Commerce Nr. 23, 1080 Brüssel«.

Jeanne Dielman, gespielt von Delphine Seyrig, setzt Kartoffeln auf. Es klingelt an der Tür. Sie zieht ihre Schürze aus, vergisst nicht, das Licht in der Küche zu löschen, öffnet einem älteren Herrn, geht mit ihm ins Schlafzimmer. Kurz später reicht sie ihm Hut, Mantel, Schal, er gibt ihr Geld, sie kehrt in die Küche zurück, gießt Wasser ab, legt das Geld in eine große Schüssel im Wohnzimmer, lüftet im Schlafzimmer, wirft das Handtuch, das beim Verkehr untergelegt war, zur Wäsche und nimmt ein Bad. So geht es tagaus, tagein, immer ein wenig gehetzt. Mit einer an den Nouv...

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