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Wo einst Albrecht der Bär eroberte...

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Es ist nur eine - zugegeben ahistorische - Vermutung: Ohne Albrecht den Bären (1100-1170) wäre uns vielleicht die ganze Geschichte erspart geblieben. 1157 hatte der Askanierfürst die Slawen aus der sogenannten Nordmark, den Gebieten östlich der Elbe, vertrieben und damit letztlich Preußen mit allem Drum und Dran ermöglicht. Zum Drum und Dran gehört die Colbitz-Letzlinger Heide - wohlgemerkt in Sachsen-Anhalt gelegen. Preußens Glanzlichter Bismarck und die Wilhelm-Kaiser legten hier Jagdflinten an. 1918 wurde das Adelsgelichter selbst verjagt, doch alsbald eröffnete die Wehrmacht hier ihr Revier. Die Garnison Hillersleben wurde zur experimentellen Versuchsstelle, man testete großkalibrige Artillerie und schlug dafür eine 30 Kilometer lange und 750 Meter breite Schneise Ödnis ins Grün.

Nachdem der Versuch der Welteroberung gescheitert war, richtete sich die Sowjetarmee hier - das Areal erweiternd - ein. Geübt wurde auf dem 12 000 Hektar großen Truppenübungsplatz bis zur Divisionsebene. Mit scharfem Schuss, weshalb Anwohner sich vorkamen, als sei der Krieg nur Meter entfernt. Nach der deutschen Vereinigung und dem Abzug der 20 000 ex-sowjetischen Soldaten und ihrer Familien fiel alles der Bundeswehr zu. Mit dem Gefechtsübungszentrum ist der wohl modernste Truppenübungsplatz Europas entstanden. Auf dem gigantischen Gefechtsacker werden - nun elektronisch gelenkt und leiser - abermals Panzerschlachten geschlagen. Als Sahnehäubchen entsteht noch bis 2020 der »urbane Ballungsraum Schnöggersburg« - eine (fast) reale Stadt zum virtuellen Sterben.

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