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Multis sollen (mehr) Steuern zahlen

Das Maßnahmenpaket BEPS der OECD soll Schlupflöcher für Konzerne in den G20-Staaten und Entwicklungsländern stopfen

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Rande der Tagung von IWF und Weltbank wird auch über die größte Veränderung im internationalen Unternehmenssteuerrecht seit fast einem Jahrhundert gesprochen. Doch ist diese ausreichend?

Auslöser waren Konzerne wie Starbucks, Google und Apple, die in vielen Ländern kaum Steuern zahlen. Zukünftig sollen solche Multis blechen, zumindest ein wenig. Zu diesem Zweck hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Das Projekt kann Regierungen helfen, Steuerschlupflöcher zu schließen. »Konservativ« geschätzt, so die OECD, ergäben sich durch die »Steuerplanung« der Multis pro Jahr staatliche Einnahmeverluste von 100 bis 240 Milliarden US-Dollar, was vier bis zehn Prozent der weltweiten Körperschaftsteuereinnahmen entspräche.

Die »Initiative zur Verhinderung aggressiver Steuerplanung«, kurz BEPS, geht auf einen Vorstoß der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer von vor zwei Jahren zurück. In einem BEPS-Aktionsplan wurden 15 Schlüsselprobleme aufgelistet, die Steuervermeidungsstrategien erlauben. Das überarbeitete Maßnahmenpaket stellte die OECD am Donners...


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