Warum der Tango eine Wurzel im Erzgebirge hat

In Carlsfeld findet das 22. Bandonion-Festival statt - auch aus dem fernen Hamburg kommen diesmal Teilnehmer

  • Von Folke Havekost
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Bandonion ist schwieriger zu spielen als das verwandte Akkordeon, bietet aber eine große Bandbreite. Fans des hierzulande inzwischen seltenen Instruments treffen sich am Wochenende in Carlsfeld.

Auch ein Wasserrohrbruch kann »Freundschaft-Harmonie« nicht stören. Andreas Zielke, der musikalische Leiter des gleichnamigen Bandonion-Orchesters aus Hamburg-Wilhelmsburg, ist deswegen bei dieser Probe verhindert, aber zum Glück hat er das Programm längst zusammengestellt. Das zwölfköpfige Ensemble übt für seinen Auftritt im erzgebirgischen Carlsfeld, wo an diesem Wochenende zum 22. Mal das Bandonion-Festival stattfindet: mit Teilnehmern aus Berlin, Dresden, Gera, Halle, Neustadt-Coburg, Carlsfeld und eben Hamburg.

»Das Bandonion hat ganz weiche Töne, fast wie eine Oboe, ebenso ganz hohe wie die Geige, aber auch etwas scharfes, schneidendes in den Obertönen«, erklärt Nicola Kaczmarek, deren Urgroßvater Hein das Orchester mitgegründet hat. Opa Alwin spielte ebenso für »Freundschaft-Harmonie«, wie es jetzt Vater Gerd tut. Und Nicola übernimmt für Zielke die Probenleitung im einzigen verbliebenen Bandonion-Ensemble der Hansestadt.

Die Mit...

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