«Wir leben doch nicht im Zeitalter der Barbaren»

In Indonesien wird bis heute über den vor 50 Jahren verübten Massenmord an Linken und Kommunisten geschwiegen. Ein Gespräch mit Adi Rukun, dem Protagonisten des Dokumentarfilms «The Look of Silence». Mit ihm sprach Anett Keller

  • Von Anett Keller
  • Lesedauer: ca. 9.0 Min.

Sie sind 1967 geboren, zwei Jahre nachdem ihr älterer Bruder, Ramli, während der antikommunistischen Massenmorde in Indonesien 1965 umgebracht wurde. Für den Film «The look of silence» begeben Sie sich auf die Suche nach dem, was damals geschah. Wussten Sie vor dem Filmprojekt schon, dass Ihr Bruder einer der Ermordeten war, oder kam das erst durch die Recherchen von Joshua Oppenheimer ans Tageslicht?

Ich wusste es seit langem, meine Mutter hat mir viel darüber erzählt. Sie sprach bei jeder Gelegenheit darüber, immer und immer wieder. Ramli war 23, als er umgebracht wurde. Aber darüber, dass die Morde auch außerhalb unserer Gegend ausgeführt wurden, darüber wusste meine Mutter nichts.

Was war Ihre Motivation, den Film «The look of silence» zu machen«?

Seit meiner Kindheit und Jugend, während der ich in der Schule all die Lügen über 1965 hören musste und mir die Propagandafilme der Regierung anschauen musste, seitdem habe...

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