Profikicker mit Schafen im Nachbargarten

Folge 76 der nd-Serie »Ostkurve«: Der FC International Leipzig will nach oben und angeblich auch integrativ sein

  • Von Ullrich Kroemer
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Kein Stadion, kein Strom, kein Wasser: Der neue Oberligist FC International Leipzig muss improvisieren. Initiator Heiner Backhaus versucht sich am Spagat zwischen integrativem Verein und Profifußball.

Leipzig. Heiner Backhaus ist viel herumgekommen in seiner Fußballerkarriere. Der einstige Mittelfeldspieler zog vom Ruhrpott aus in die weite Fußballwelt. Er kickte mehrfach auf Zypern und Malta, sogar in Hongkong war er ein halbes Jahr und machte auch beim 1. FC Union Berlin Station. Zwischen seinen Auslandsengagements war er auch immer mal wieder für Leipziger Klubs am Ball: beim damaligen FC Sachsen ebenso wie beim 1. FC Lok und zuletzt dem unterklassigen Verein SV Fortuna. Nach seinem Karriereende suchte sich der 33-Jährige die wieder auflebende Fußballstadt in Sachsen aus, um sesshaft zu werden.

Nun sitzt Backhaus im schummrigen, mit Wimpeln und kleinen Pokalen geschmückten Vereinsraum des Leipziger Vorortklubs SV Radefeld vor einer Taktiktafel. Vor dem Vereinsheim weht eine Deutschland-Flagge. Statt nach großer weiter Welt sieht es hier nach tiefster Fußballprovinz aus. Nur Backhaus und seine Spieler, die nach und nach zum T...

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