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Rückversicherer wollen an Cyber-Risiken verdienen

Digitalisierung als Profittreiber: Versicherungen gegen Hackerattacken und Haftungsfragen rund um selbstfahrende Autos Thema bei Branchentreffen

Berlin. Die großen Rückversicherer Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück wollen angesichts des Preiskampfs in der Branche künftig stärker an Risiken der Digitalisierung verdienen. Versicherungen gegen Hackerattacken und die Haftungsfragen rund um selbstfahrende Autos treiben die Unternehmen um.

»Die Nachfrage nach Versicherungslösungen gegen Cyber-Risiken wird rapide zunehmen«, sagte Ludger Arnoldussen, Vorstand beim Weltmarktführer Munich Re. Die jährlichen Schäden durch Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage summierten sich laut einer Studie des Washingtoner Center for Strategic and International Studies auf rund 445 Milliarden US-Dollar (393 Mrd Euro). »Neue Technologien bringen neue Risiken und damit Geschäftschancen«, sagte Reichelt.

Offen bleibt, wann und inwieweit selbstfahrende Autos den Straßenverkehr und damit auch die Kfz-Versicherung auf den Kopf stellen. Arnoldussen forderte, dass Unfallopfer auch auf Schadenersatz vertrauen können müssen, wenn ein Computer das Auto gesteuert habe. Versicherer müssten dann Regress von den Herstellern einfordern können.

Beim einem Branchentreffen in Baden-Baden geht es aber vor allem um Preisverhandlungen: Der Gebäudeversicherung machen in Deutschland Hagel- und Sturmschäden zu schaffen, und Autofahrer müssen sich Aussagen aus der Branche zufolge erneut auf höhere Prämien einstellen. Welchen Schaden der VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte den Versicherern verursacht, ist laut Arnoldussen noch nicht einzuschätzen. Volkswagen hat bereits 6,5 Milliarden Euro vor allem für die Behebung der Manipulationen zurückgestellt. Insgesamt dürfte die Affäre Experten zufolge ein Vielfaches davon kosten. dpa/nd

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