Verleumden, verdrehen, verbergen

Umberto Eco: Sein neuer Roman »Nullnummer« zeichnet ein entlarvendes Bild der Medienwelt

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Turbulenzen um eine Zeitung, die von vornherein als Fake geplant ist: Ein Krimi darüber, wie Enthüllungsjournalismus funktioniert und wie hinter Verschwörungsspinnereien mitunter tatsächliche Verschwörungen stecken.

Ein »Berlusconi-Krimi« - das Etikett war vielerorts schon fertig, bevor der Roman auf Deutsch erschien. Der Autor würde sich womöglich nicht einmal dagegen gewehrt haben. Natürlich hat sich Umberto Eco in der italienischen Wirklichkeit befunden, als er das Buch schrieb, das er im Jahre 1992 ansiedelte, als das Internet noch nicht die Bedeutung hatte wie heute. Ein »Bausteinchen« dafür habe er sogar schon in den siebziger, achtziger Jahren gefunden, sagte er in einem Interview, angesichts der großformatigen Werbung für eine Zeitung »Heute - für morgen«, die allerdings nie erschien.

»Morgen: gestern« soll das Buch heißen, für das der Journalist Colonna als Ghostwriter engagiert ist - von einem Chefredakteur namens Simei, der ihn deshalb als einzigen in der kleinen Redaktion in das Geheimnis einweiht, dass die von ihnen produzierte Zeitung ein Fake ist. Sie werden ein paar Nullnummern konzipieren, und dann wird sie eingestellt, weil ...

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