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Finstere Aussichten

Sieben Tage, sieben Nächte: Regina Stötzel über Asylrechtsverschärfungen und marschierende Nazis, die den Herbst grauer wirken lassen als die Jahre zuvor

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mehrere Wochen lang turnten Arbeiter am Franz-Mehring-Platz 1 vor den Fenstern herum. Manchmal prasselte es auch am helllichten Tag wie bei einem amtlichen Hagelschauer, und ein Gerüst, ein Netz sowie Folie an den Fensterscheiben trübten die Aussicht. Doch allmählich lässt sich der Blick in die grausame Welt da draußen nicht mehr vermeiden. Von außen erstrahlt das nd-Gebäude in fröhlichen Eierschalenfarben, von innen betrachtet ist bloß das Himmelsgrau klar erkennbar geworden. Hell ist etwas anderes.

Zumindest vergleichsweise hell war es noch, als Angela Merkel sagte, wir schaffen das, und Menschen an lauen Sommerabenden an deutschen Bahnhöfen Flüchtlinge willkommen hießen. Damals schon wurden Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesteckt und marschierten Pegida-Anhänger durch Dresden. Doch konnte man noch in der Illusion leben, d...


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