Konzernlobby bestimmt in Bundeszentrale

Publikation zu Ökonomie wurde nach fragwürdigen Vorwürfen gestoppt

  • Von Vincent Körner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist es offenbar zu einem Fall von Zensur im Auftrag der Unternehmenslobby gekommen: Wie unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Soziologie kritisiert, habe das Bundesinnenministerium »auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände« (BDA) den Vertrieb der Publikation »Ökonomie und Gesellschaft« gestoppt. Begründet worden sei das vorläufige Vertriebsverbot mit einem angeblichen »Verstoß gegen den Beutelsbacher Konsens«, in dem die »Grundlagen der politischen Bildung in Deutschland« festgelegt sind.

Bei der Gewerkschaft IG Metall heißt es, einen ähnlichen Fall habe »es in dieser Form bei der Bundeszentrale für politische Bildung noch nicht gegeben«. Der erst im Februar erschienene Sammelband zur sozioökonomischen Bildung, verantwortet von Bettina Zurstrassen, habe der Konzernlobby offenbar so sehr missfallen...


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