Schwarzerde, Gips und Felsen

Die sprichwörtliche Streusandbüchse Brandenburg hat in Wirklichkeit mehr zu bieten

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Fruchtbare Erde und einen Salzstock gibt es in Brandenburg genauso wie märkische Heide und märkischen Sand. Das zeigt Landschaftsökologe Gerd W. Lutze mit einer naturräumlichen Gliederung.

Brandenburg werde häufig als Streusandbüchse verspottet, weiß der Landschaftsökologe Gerd W. Lutze. Er hat sich aber am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg mit Landschaftsstrukturanalyse und nachhaltiger Landschaftsnutzung befasst. Daher weiß er auch: In Brandenburg gibt es längst nicht nur den märkischen Sand, den Komponist Gustav Büchsenschütz in der umstrittenen Landeshymne besungen hat.

Freilich taugen tatsächlich viele Gegenden nicht für den Ackerbau. Sie sind deshalb mit Wald bedeckt, oft mit der anspruchslosen Kiefer. Aber die brandenburgischen Landschaften sind ausgesprochen vielfältig. Es gibt beispielsweise in der Uckermark auch Schwarzerdeböden wie in der berühmten Magdeburger Börde, wo der fruchtbarste Acker Deutschlands liegt. Die brandenburgischen Landschaften bieten weit mehr als manche Reiseführer mit »klaren Seen, herrlichen Wäldern und weiten offenen Blicken über Felder« beschreiben und versprec...


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