Aus allen Häuschen

Gerangel um Größe, Bedeutung und »Betongold« auf dem Immobilienmarkt

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Mittwoch sollte auf dem deutschen Immobilienmarkt eine große Übernahme besiegelt werden. Der zweitgrößte Konzern wollte den Dritten schlucken. Der Branchenprimus zog aber die Notbremse.

»Schlacht der Giganten«, »Das große Fressen«, »Häuserkampf« - längst geben sich die Medien nicht mehr mit dem einst häufig wie gern strapazierten Begriff vom »Monopoly« zufrieden, wenn es um den Kauf von Wohnungsbeständen geht. Aber nicht nur Verkäufe der öffentlichen Hand an die oft als Heuschrecken bezeichneten großen Immobilienfirmen haben den Wohnungsmarkt in der Bundesrepublik einschneidend verändert - auch Käufe und Verkäufe von Mietwohnungen durch Privatanbieter untereinander zum Zwecke höherer Gewinne oder besserer Marktbeherrschung sorgen für Unruhe unter Mietern.

Seitdem Mitte Oktober bekannt wurde, dass der mit 350 000 Wohnungen größte private Vermieter des Landes, Vonovia, die Nummer zwei Deutsche Wohnen (142 000 Wohnungen) übernehmen will, ist die Branche aus all ihren Häuschen. Schließlich würden damit alle bisherige Fusionen in den Schatten gestellt. Wenn die - womöglich sogar feindliche - Übernahme klappen sollte, ...

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