Treffen der Kontinente und Generationen

Soliaktivisten aus Europa und Lateinamerika wollen einen neuen Internationalismus - jünger und horizontaler

  • Von Josephine Schulz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Internationale Solidarität soll wieder ins Zentrum linker Politik - diesmal gleichberechtigt. Wie das gelingen kann angesichts verschiedener Lebenswelten, darüber haben Aktivisten in Berlin diskutiert.

Venezuela steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise, El Salvador ist in Europa eher für seine Mordrate denn für die linke Regierung bekannt und was mit dem Erbe der kubanischen Revolution passiert, steht in den Sternen. Noch vor einigen Jahren hatten die progressiven Projekte in Lateinamerika auch bei Linken in Europa Hoffnung ausgelöst. Vom Sozialismus des 21. Jahrhunderts war die Rede, von realen Alternativen zum Kapitalismus. Mittlerweile ist die Euphorie abgeflaut. Aber gerade jetzt, wo es scheint, als sei der Sozialismus des 21. Jahrhunderts zum Scheitern verurteilt, treffen sich in Berlin Aktivisten aus Europa und Südamerika, um der internationalen Solidarität neuen Aufwind zu verschaffen.

»Internationalismus im 21. Jahrhundert«, so der Titel der Konferenz, die am Wochenende mit rund 200 Teilnehmern aus aller Welt stattfand. Die Soliaktivisten wollen dem ur-linken Konzept einen neuen Anstrich geben und internationale Solidarit...


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