Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ausdruck seelischen Erlebens

Das Verborgene Museum zeigt Fotos zum Thema »Tanz der Hände«

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Hände sind im Tanz ein elementares Ausdrucksmittel. Die Mudras im indischen Tanz haben darüber hinaus auch eine erzählerische Funktion, die Eingeweihte zu lesen verstehen. Im Ausdruckstanz zu Anfang des 20. Jahrhunderts kommen den Händen hauptsächlich emotionale Aussagen zu: Sie künden mit ihrer fast unendlichen Formenvielfalt vom inneren Befinden der dargestellten Figur, können gar, wie einst die »Betenden Hände« bei Dürer, für sich allein stehen, ohne den zugehörigen Körper. Besonders zwei Tänzerinnen aus dem Wien der späten 1920er machten sich diesen Effekt zunutze. Beide waren sie Solistinnen an der Staatsoper, beide auch unzertrennliche Freundinnen. Vertrat Tilly Losch das Fach der weiblichen Verführerin, so brillierte Hedy Pfundmayr häufig in Hosenrollen. Als sie 1927, gemeinsam mit dem jungen Harald Kreutzberg, bei den Salzburger Festspielen Händetänze zeigten, bedienten sie nicht nur den Zug der Zeit hin zu einer tiefenpsycholo...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.