Neuer Eigentümer, doppelte Miete

Bewohner von Sozialwohnungen in Wedding werden zur Kasse gebeten

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Absurdes Berechnungssystem bei Sozialwohnungen führt zu Mietsprüngen. Und ein neuer Gesetzentwurf verspricht kaum Abhilfe. Das führt dazu, dass Mieter plötzlich die doppelte Miete zahlen müssen.

Mit den Sozialwohnungen in der Koloniestraße soll jetzt Kasse gemacht werden.

Seit 24 Jahren wohnt Melike Canan Delipalta in dem Komplex Koloniestraße/Ecke Badstraße in Wedding. Doch jetzt wird es eng für die Studentin, ihre drei Schwestern und die Mutter, die eine kleine Rente bezieht: Statt bisher 960 Euro sollen sie ab 1. Dezember 1500 Euro Miete für ihre 95 Quadratmeter große Wohnung bezahlen. Das entspricht einer Verdoppelung der Kaltmiete auf zwölf Euro pro Quadratmeter. »Das kann sich bei uns kaum jemand leisten, die ersten Mieter sind schon ausgezogen«, sagt Delipalta.

Es geht um 157 Wohnungen, die Anfang der 90er Jahre im sozialen Wohnungsbau errichtet wurden. Die Anlage gehört zu jenen 28 000 Wohnungen, für die der Senat nach Ablauf der 15-jährigen Mietsubventionen keine sogenannte Anschlussförderung mehr zahlt. Für sie dürfen die Vermieter sogar die vollen Kosten verlangen, die beim Bau der Wohnungen entstanden sind. Diese Kostenmieten betragen bis zu 21 Euro pro Quadratmeter. Bisher wurden sie v...

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