Martin Ling 06.11.2015 / Ausland

Evo Morales liest den USA die Leviten

Boliviens Präsident hält Rede über den Prozess der Neugründung / Stärkere Kooperation mit Deutschland geplant

Boliviens Präsident Evo Morales nutzt seinen Deutschlandbesuch zum Knüpfen politischer und wirtschaftlicher Kontakte und einem gefeierten Auftritt im Audimax der Technischen Universität Berlin.

Evo Morales kam 45 Minuten zu spät, was den Applaus nicht schmälerte: Die 2000 im Audimax der Technischen Universität (TU) Berlin Versammelten, darunter viele Bolivianer und Lateinamerikaner, bereiteten Boliviens Präsidenten einen warmherzigen Empfang. Universitätspräsident Prof. Dr. Christian Thomsen hatte Morales eingeladen, um einen öffentlichen Austausch der Ideen zwischen beiden Ländern zu fördern. Vor seinem Auftritt hatte Morales ein Kooperationsabkommen zwischen der TU Berlin und Bolivien unterzeichnet.

Im Audimax revanchierte sich Morales beim Publikum für die freundliche Aufnahme mit einem Parforcetritt durch die amerikanische Geschichte von Kolumbus bis zu Boliviens Neugründung seit seinem Amtsantritt 2006, die in eine Phase der wirtschaftlichen Prosperität und wachsender Unabhängigkeit von den USA und von ihr dominierter Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geführt habe. »Bolivien zeigt signifikant...

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