Fackeln, Märsche und Wehrmachtskarabiner

Gegen die Geburtstagsfeier der Bundeswehr vor dem Reichstag gibt es Protest

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zum Großen Zapfenstreich der Bundeswehr in Berlin - in den dunklen Abendstunden, mit 90 Fackeln - werden 3000 zivile und militärische Teilnehmer und Gäste erwartet. Kriegsgegner wollen die Zeremonie derweil »abpfeifen«.

Mit einem Großen Zapfenstreich will die Bundeswehr in dieser Woche ihre Gründung vor 60 Jahren gebührend feiern. Am 12. November 1955 war den ersten Soldaten ihre Ernennungsurkunde in der Bonner Ermekeilkaserne überreicht worden. Der Jahrestag soll hingegen auf der Wiese vor dem Reichstag im Herzen Berlins zelebriert werden - in den dunklen Abendstunden, mit 90 Fackeln, Marschmusik, Gebet und Nationalhymne dürfte die bedeutendste militärische Zeremonie der Bundeswehr einen besonderen Charakter erhalten - welchen, ist Ansichtssache.

Die Bundesregierung hält die Veranstaltung am 11. November für eine angemessene öffentliche Würdigung ihrer »Parlamentsarmee«, Kritiker sehen darin ein gespenstisches preußisch-militaristisches Spektakel. Besonders die Linksfraktion kann dem Zapfenstreich nichts abgewinnen, kritisiert ihn als »überflüssig« und »schädlich«. Bewaffnete Militärs im Inland vor dem Parlamentsgebäude aufmarschieren zu lassen,...


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