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Dramatisches letztes Supercupfinale

Mit 31:28 gegen Slowenien holen Deutschlands Handballer zum siebten Mal die Trophäe

  • Von Martin Kloth, Kiel
  • Lesedauer: 3 Min.
Die deutschen Handballer gewannen zum siebenten Mal den Supercup, der mangels Zuschauerinteresse abgeschafft wird. Nach drei Siegen geht die DHB-Auswahl optimistisch der EM in Polen entgegen.

Jung, talentiert, erfolgreich: Deutschlands Handballer haben mit dem Gewinn des Supercups zwei Monate vor der EM in Polen eine erste Reifeprüfung bestanden. Zum Turnierfinale bezwang der Gastgeber am Sonntag in Kiel Slowenien mit 31:28 (17:11). Nach dem 29:20 gegen Brasilien und dem 37:26 gegen Serbien in den ersten Spielen avancierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) somit zum Rekordsieger und warb für eine Fortsetzung des Supercups. Zweiter wurde Slowenien vor Olympiagastgeber Brasilien.

Der Supercup soll mangels Zuschauerinteresse abgeschafft werden. In Kiel bejubelten 4511 Fans den deutschen Sieg sowie Jannik Kohlbacher mit sieben Treffern als besten Torschützen. In Flensburg waren es 3071 Zuschauer, in Hamburg am Samstag 3905. Dennoch ist auch Bundestrainer Dagur Sigurdsson für eine Neuauflage. »Ich bin ein positiver Typ. Ich bin dankbar für die Leute, die da sind, um uns zu unterstützen«, sagte der Isländer. Ihm sei egal, ob das Turnier Supercup oder anders heiße. »Man braucht die Spiele.«

Zur Neuauflage des Duells um den siebenten Platz bei der WM zu Jahresbeginn in Katar setzte Sigurdsson erneut auf die gleiche Startformation. Lediglich im Tor stand erstmals beim Anpfiff Andreas Wolff, nachdem zuvor Silvio Heinevetter beziehungsweise der diesmal pausierende Carsten Lichtlein angefangen hatten.

Aus der Sicherheit der Konstanz und zweier vorangegangener Siege trat der Gastgeber auch zum Turnierfinale selbstbewusst auf. Weil die Abwehr wie insbesondere am Vortag gegen Serbien tadellos arbeitete, kamen die Slowenen im Angriff kaum zur Entfaltung. Im Gegenzug agierte die deutsche Mannschaft unter der Regie von Spielmacher Martin Strobel konzentriert und im Abschluss treffsicher.

Dadurch lag der Gastgeber beim 7:4 (10.) erstmals mit drei Toren vorn. Nach dem 10:8 (19.) setzte der WM-Siebente dann trotz erster Wechsel zu einem Zwischenspurt an: Binnen fünf Minuten jagte das Team bis auf 15:8 (24.) davon. Zur Pause führte die Mannschaft mit 17:11.

In der zweiten Halbzeit musste der Gastgeber seiner Kräfte zehrenden Spielweise in der Abwehr Tribut zollen. In der dramatischen Schlussphase schmolz der Vorsprung von 23:17 (43.) auf 25:23 (50.), doch den ließ sich das DHB-Team bis zum 31:28 nicht mehr nehmen.

Bundestrainer Sigurdsson hat zwei Monate vor Beginn der EM nun die Qual der Wahl. Denn während er bis Mitte Dezember für seinen 28er-Kader noch alle potenziellen EM-Spieler benennen darf, kann er für das Turnier in Polen nur 16 Spieler nominieren. Schließlich könnten bis dahin verletzte Spieler wieder fit werden.

Daher hielt sich der Isländer zurück mit Prognosen über seine mögliche Auswahl. »Wir müssen schauen, welche Spieler uns dann zur Verfügung stehen«, sagte Sigurdsson. Selbst Erik Schmidt und Finn Lemke, die beim Supercup im Abwehrzentrum glänzend agierten, können sich nicht sicher sein. dpa

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