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  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ich durfte als Kind viel fernsehen. Es gibt wahrscheinlich keine Sendung aus den 1970er Jahren, die ich nicht kenne. Meine Eltern waren jedoch so fürsorglich, mich erst allmählich an die schlimmen Dinge des TV-Lebens heranzuführen. So waren Krimis für mich als Zehnjährigen Tabu. Eine Ausnahme war die Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst«. Heute finde ich das irritierend, denn was gibt es Schlimmeres als die Wirklichkeit?

Der Moderator der Sendung, Eduard Zimmermann (auch »Ganoven-Ede« genannt), war ein stets ernst dreinblickender Mann, der eine empfindliche Kinderseele schon bei der Anmoderation der Filmchen, die Verbrechen nachstellten, in einen wohligen Gruselzustand versetzen konnte.

Viel war in der Sendung von Mord und Totschlag die Rede, manchmal aber auch von jenen Subjekten, die nachts in die Eigenheime ihrer Mitbürger eindrangen, um sich derer Wertsachen zu bemächtigen. Meist war es teurer Schmuck ode...

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