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Die Conterganstiftung

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1957 brachte das Pharmaunternehmen Grünenthal das Schlafmittel Contergan auf den Markt, das von vielen Schwangeren genommen wurde. Von den etwa 5000 behinderten Kindern, die mit schweren Missbildungen an Armen und Beinen in Deutschland auf die Welt kamen, leben heute etwa 2700.

In einem Prozess schloss Grünenthal mit den Eltern der Kinder einen Vergleich zur Zahlung von 100 Millionen Mark. Die Conterganstiftung wurde 1972 auf Beschluss des Bundestags gegründet, um die gerechte Verteilung der Mittel sicherzustellen. Der Bund stockte das Vermögen um 320 Millionen Mark auf. Seit 1997 kommen die finanziellen Leistungen aus Steuermitteln.

Die Conterganstiftung zahlt seit 1972 finanzielle Leistungen, wie die monatlichen Renten, eine einmalige Kapitalentschädigung und eine jährliche Sonderzahlung. Seit 2013 entscheidet die Stiftung über Anträge auf Leistungen zur Deckung »spezifischer Bedarfe«. dpa/nd

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