Nur wenig Wasser unterm Kiel

SPD und LINKE liefern sich ein Seegefecht, ohne dabei die Koalition in Frage zu stellen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die LINKE tritt zunehmend selbstbewusster auf und scheut nicht mehr den öffentlichen Streit mit dem Koalitionspartner.

Ist das nur harmloses Schattenboxen oder droht ernsthaft ein K.o. der rot-roten Koalition? Die Kommentatoren sind sich einig: Seit dem Absturz von 27,2 auf 18,6 Prozent bei der Landtagswahl 2014 bemühen sich die Sozialisten, nicht mehr als jederzeit willfähriger Partner der SPD zu gelten. Dieser neue Kurs kulminierte beim Parteitag am Wochenende mit klaren Ansagen des Landesvorsitzenden Christian Görke an die SPD.

Die LINKE will die Gemeinschaftsschule, auch wenn der SPD dies nicht schmeckt, und die LINKE will verhindern, dass bestehende Landkreise bei der beabsichtigten Gebietsreform zerschnitten werden. Das sagt sie laut und deutlich, auch wenn es der SPD nicht in den Kram passt.

Die Wellen schlagen höher. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte Görke einen »Leichtmatrosen« genannt, »der bei schwieriger See den Kurs wechselt«. Görke konterte, dann solle Schröter allein zur See fahren. »Wer nicht begreift, dass man bei...

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