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Verwirrung um Einzug im Union-Fanhaus

LAGeSo gibt Informationen zur Ankunft erst spät raus

112 Flüchtlinge haben am Montag das Fanhaus vom 1. FC Union Berlin im Stadtteil Köpenick bezogen. Dies berichtete Peter Hermanns, der beim Internationalen Bund (IB) den Bereich Berlin Nordost leitet. Der IB ist Betreiber der Einrichtung, die von dem Fußball-Zweitligisten den Asylbewerbern zur Verfügung gestellt wird.

Union hatte den früheren Supermarkt ursprünglich erworben, um ihn auf 1200 Quadratmetern zu einem Fanhaus umzubauen. Nun sollen die Flüchtlinge bis zum 30. April 2016 bleiben, um »die harten Wintermonate zu überbrücken«, wie Union-Sprecher Christian Arbeit sagte.

Für Irritationen sorgte bei Hermanns und seinen Helfern, dass es den gesamten Tag keine Information vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) gab, wann mit der Ankunft der Menschen zu rechnen sei. »Am Abend hat sich herausgestellt, dass man nicht wusste, dass es sich bei dem Fanhaus von Union und der Einrichtung in der Köpenicker Lindenstraße 18 um ein und dieselbe Unterkunft handelte«, erklärte Hermanns. »Wir hatten den ganzen Tag Essen für die erwarteten Flüchtlinge bereitgestellt und auch schon einige Helfer nach Hause geschickt, ehe die Sache endlich geklärt war.«

Nach seiner Auskunft werden 87 Einzelpersonen und 25 in Familie lebende Flüchtlinge in das Fanhaus einziehen. Es gibt eine Kinderecke, in der sich die Kleinen mit Spielzeug beschäftigen können. Neben der Unterkunft werden Sanitätscontainer für die Bewohner aufgestellt, da es direkt in dem ehemaligen Discounter dafür keine Kapazitäten und entsprechende Wasseranschlüsse gibt. Dünne Holzbretter und daran befestigte grüne Stoffteile, die als Vorhänge dienen, sollen zwischen den aufgestellten Betten für ein wenig Privatsphäre sorgen. dpa/nd

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