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Eine Gemeinschaft Einsamer

Zum 90. des polnisch-britischen Soziologen Zygmunt Bauman

  • Von Uwe Sievers
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Als Zygmunt Bauman im Frühjahr auf der re:publica sein flammendes Plädoyer für den Schutz der Privatsphäre mit der Aufforderung zu mehr Selbstreflexion beendete, bekam er tobenden Applaus. Zuvor hatte er auf dem diesjährigen »Klassentreffen der digitalen Elite« sein Publikum heftig kritisiert.

Bauman stammt aus einer anderen Generation: Als er am 19. November 1925 geboren wurde, wurden Telefonate noch per Hand vermittelt. Mit beachtlicher Schärfe analysiert der alte Mann heute den rapiden Wandel der Gegenwart. Sie hätten »die Sprache der Privatheit« verlernt und vergessen, warum Privatsphäre wichtig ist, warf er auf der re:publica seinen meist jungen Zuhörern vor. Dabei hätten Menschen einst mühsam das Recht erkämpft, ungestört zu sein. Aber mit dem Besitz eines iPhones ende die Privatsphäre, so Bauman. Durch die Preisgabe persönlicher Daten werde jeder Einzelne zum Spion: »Sie leisten freiwillig Spitzeltätigkeit«, schleuderte Bauman...


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