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Der Terror im kollektiven Gedächtnis

Historiker Wolfram Pyta sieht im Stade de France einen möglichen identitätsstiftenden Erinnerungsort aller Europäer

Dass sich die Terroranschläge in Paris rund um ein Fußball-Länderspiel ereigneten, ist für den Historiker Wolfram Pyta kein Zufall. Das Stade de France könnte ein entscheidender Ort für die Entwicklung Europas werden.

Wie haben Sie die Ereignisse rund um das Fußball-Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland am Freitag vor einer Woche erlebt?

Ich habe mir das Spiel zu Hause vor dem Fernseher angeschaut. Schon bei der ersten Detonation bin ich aufgeschreckt und habe versucht, mich durch andere Medien zu informieren.

Welche Gedanken kamen Ihnen dann zuerst?

Meine ersten Gedanken waren, dass es kein Zufall ist, dass sich Terroristen ein Fußballspiel für Anschläge aussuchen. Das Stadion als symbolträchtiger Ort, auf den die Welt blickt. Ein Ereignis mit maximalem medialen Resonanzboden. Und nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hatten die Terroristen ja auch geplant, ins Stadion zu gehen, um ein noch größeres Blutbad anzurichten.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die europäische Geschichte und der Sport als Kulturphänomen. Wie ordnen Sie die Anschläge von Paris eine Woche später ein?

Das Stade de France in...


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