Werbung

Arbeitsunfähigkeit oder individuelles Beschäftigungsverbot

Schwanger und krank: Worin unterscheidet sich beides?

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hat eine berufstätige Frau während der Schwangerschaft starke Beschwerden oder wird krank, kann der Arzt ihr entweder eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen oder ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen. Doch worin unterscheiden sich diese beiden?

Typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Rückenschmerzen führen nicht zwangsläufig dazu, dass eine Schwangere ihrem Beruf bis zum Beginn des Mutterschutzes nicht mehr nachgehen kann.

Verschiedene Umstände können Ärzte jedoch dazu veranlassen, schwangere Berufstätige krank zu schreiben oder ein individuelles Beschäftigungsverbot auszusprechen.

»Arbeitsunfähig ist die Schwangere, wenn sie aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten kann oder die Beschäftigung zur Verschlimmerung der Krankheit beitragen würde. Ein individuelles Beschäftigungsverbot hingegen wird vom Arzt ausgesprochen, wenn er der Meinung ist, dass Leben und Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sind, wenn die Frau weiter arbeitet«, erklärt Daniel Jakobi, Experte für Arbeitsunfähigkeit bei der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK). »Grundsätzlich schließen sich individuelles Beschäftigungsverbot und Arbeitsunfähigkeit nicht aus.«

Das individuelle Beschäftigungsverbot ist eine spezielle Regelung zum Schutz von Mutter und ungeborenem Kind. Hierfür muss die Schwangere nicht krank im herkömmlichen Sinne sein. Die Ursachen dafür können zahlreich sein. Auch psychische Belastungen, besonders beschwerliche Arbeitswege oder subjektive Empfindungen können eine Schwangerschaft soweit gefährden, dass der Arzt ein Beschäftigungsverbot ausspricht.

Der Arzt kann dabei entscheiden, ob er ein totales Beschäftigungsverbot für notwendig hält oder auch nur Art, Umfang und Dauer der Tätigkeit einschränkt.

Im Fall eines individuellen Beschäftigungsverbots erhält die Mitarbeiterin ihr volles Gehalt vom Arbeitgeber weiter gezahlt.

Die

Arbeitsunfähigkeit im Krankheitsfall

unterliegt bei Schwangeren den gleichen Richtlinien wie bei Nicht-Schwangeren. Sie wird vom Arzt auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestätigt.

Die Schwangere erhält in der Regel für sechs Wochen ihr Gehalt vom Arbeitgeber weiter in der vollen Höhe gezahlt, danach besteht Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse. Dieses liegt bei Beschäftigten bei rund 70 Prozent des Bruttogehalts, der Höchstbetrag sind 96,25 Euro pro Kalendertag. SBK/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen