Werbung

Teil der inneren Logik

Jörg Meyer über den Tag zur Abschaffung der Sklaverei

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Zahl derer, die weltweit in Verhältnissen arbeiten, die als moderne Sklaverei bezeichnet werden, ist in etwa so hoch wie die Zahl der arbeitenden Menschen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt insgesamt. Sie werden entführt, erpresst, in Zwangsarbeit genötigt, im schlimmsten Fall umgebracht. Aber warum machen die denn das?

Die Sklaverei gehört zu einem System, das auf Profit ausgelegt ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Millionen Menschen in die Sklaverei entführt, um den Rücken als billige Arbeitskräfte krumm zu machen. Sie mussten ja nur gefüttert werden. Ganze Gesellschaften gründeten ihren Wohlstand und Fortschritt auf der Arbeitskraft von Sklaven.

Heute ist die Sklaverei nahezu weltweit geächtet. Aber nützt das etwas? Kaum. Zwar gab es die ersten internationalen Resolutionen gegen den Menschenhandel schon Anfang des letzten Jahrhunderts, doch bis heute ist sie ein weltweit verbreitetes Phänomen. Und auch große »westliche« Auftraggeber und Abnehmer der schmutzigen Ware z.B. in der Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie reagieren erst und versprechen, ihre Produktionsketten zu säubern, wenn der öffentliche Druck zu groß wird. Was muss passieren? International strenge Gesetze, harte Strafen? Ist das denkbar? Kaum. Die UN-Konvention, deren Jahrestag an diesem Mittwoch begangen wird, ist 56 Jahre alt, es gibt so viele Menschen in Zwangsarbeit wie nie zuvor. Warum also machen die das? Weil’s geht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!