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Die erste Menschenrechtsfrage: Über 35 Millionen schuften als moderne Sklaven

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Berlin. Sie müssen in Steinbrüchen für Grabsteine schuften, die nach Deutschland exportiert werden, sie errichten die Bauten für umstrittene Olympische Spiele, sie werden gezwungen, ihre Körper für Sex zu verkaufen, sie führen als Kindersoldaten die Kriege der Erwachsenen, sie räumen den reichen Herren die Dreckwäsche hinterher: moderne Sklaven.

Wie viele Menschen als Zwangsarbeiter im Bergbau, im Agrarsektor oder in Haushalten als Rechtlose ausgebeutet werden, ist nicht genau bekannt. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass 21 Millionen Erwachsene und Kinder als moderne Sklaven arbeiten müssen. Menschenrechtsorganisationen schätzen ihre Zahl auf mehr als 35 Millionen. Der größte Teil davon lebt in Indien, China, Pakistan, Usbekistan und Russland.

Moderne Sklaven stehen ganz unten im kapitalistischen Arbeitsregime, ihre Grundrechte werden missachtet, nicht nur ihre Gesundheit wird zerstört, sondern oftmals ihr Leben. Dass ihre Zahl gegenüber Angaben vor einigen Jahren sogar noch gestiegen ist, hat einen Grund: »Wir haben heute bessere und mehr Informationen«, sagt Barbara Küppers von der NGO terre des hommes. Sicher ist: Sie ist weiterhin aktuell, »die erste internationale Menschenrechtsfrage, die je aufkam«.

So bezeichnete der damalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan 2002 die »verabscheuungswürdige Praxis«. Seitdem wird jedes Jahr am 2. Dezember, dem Jahrestag der Verabschiedung der UNO-Konvention zur Abschaffung der Sklaverei, weltweit an die Opfer erinnert und das Ende dieser extremen Form von Ausbeutung mit »höchster Priorität« angemahnt.

Das wird weiter nötig bleiben: Solange, bis die Worte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte Wirklichkeit werden: »Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden.« tos Seite 2

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