Pfeifen im Blätterwald

Massiver Stellenabbau beim »Spiegel«

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin »Spiegel« bezeichnete sich jahrzehntelang als »Flaggschiff der Demokratie«. Das bezog sich nie nur auf die politische Haltung, die das von Rudolf Augstein 1947 gegründete Magazin in gesellschaftlichen Debatten einnahm, sondern galt auch für die Redakteure des Verlags. Über eine Mitarbeiter KG sind diese seit 1974 Teilhaber des Verlags, seit dem Tod Augsteins 2002 halten sie mit 50,5 Prozent gar die Mehrheit der Anteile, die anderen Anteilseigner sind der Verlag Gruner + Jahr und die Erben Rudolf Augsteins. Die »Spiegel«-Redakteure verfügen damit über etwas, was einmalig ist in der deutschen Medienlandschaft - über ein Mitbestimmungsrecht bei allen wichtigen Entscheidungen des Verlages und der Redaktion.

Zu einer solchen wichtigen Entscheidungen haben sich, wie es jetzt in einer Mitteilung des Verlages heißt, die Spitzen aus Verlag und Redaktion »gemeinsam durchgerungen«. Rund ein Fünftel (150 von 727) d...


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