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Millionen Kinder-Profile gehackt

Attacken auf Lerncomputer größer als angenommen

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Berlin. Das Ausmaß des Hackerangriffs auf den Hersteller von Lerncomputern, VTech, ist weit größer als zunächst angenommen. Insgesamt seien weltweit die Nutzerkonten von mehr als 4,8 Millionen Eltern und die Profile von mehr als 6,3 Millionen Kindern betroffen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Hongkong am Mittwoch mit. In Deutschland seien rund 390 000 Eltern-Accounts und rund 500 000 Profile von Kindern von der Cyberattacke betroffen.

Gehackt worden sei nicht nur die Kundendatenbank des App-Stores der sogenannten Learning Lodge, über den Spiele, E-Bücher und anderes Material für VTech-Produkte heruntergeladen werden. Unbekannte hätten auch auf den Server des Kid Connect Network zugegriffen, das ähnlich wie der Kurznachrichtendienst Whats App funktioniere, teilte VTech mit. Sicherheitshalber seien daher vorläufig sowohl die Learning Lodge, das Kid Connect Network und eine Reihe von Websites des Unternehmens abgeschaltet worden.

Die angegriffene Kundendatenbank enthält laut VTech Namen, Passwörter und E-Mail-Adressen, aber auch die Postadresse. Auch die Namen und Geburtsdaten sowie die Profilfotos von Kindern für Kid Connect seien dort gespeichert. Daten von Kreditkarten sind der Firma zufolge nicht darunter. Kunden sollten umgehend ihre Passwörter auf anderen Websites ändern, die mit derselben E-Mail-Adresse und demselben Passwort funktionierten, empfahl das Unternehmen.

VTech ist ein international tätiger Konzern mit Sitz in Hongkong. Er beschäftigt nach eigenen Angaben in den Bereichen Telekommunikation und Lernspielzeug rund 37 000 Mitarbeiter in elf Niederlassungen. AFP/nd

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