Zwischen Dilemma und Debakel

Vor französischer Regionalwahl Debatten um eine Front gegen die Front National

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Regionalwahl, deren erster Wahlgang am Sonntag stattfindet, droht zu einem beispiellosen Siegeszug für die rechtsextreme Front National zu werden.

Die Front National hat noch einmal zusätzlichen Aufschwung durch das verbreitete Gefühl der Unsicherheit in der Bevölkerung nach den jüngsten Terroranschlägen in Paris bekommen. Die FN-Parteivorsitzende Marine Le Pen heizt das durch neue Hasstiraden gegen Flüchtlinge und die angeblich durchweg nicht ingetrationsbereiten Muslime weiter an. Laut Umfragen hat die FN durch die Attentate je nach Region noch einmal um 1 bis 3 Prozentpunkte zugelegt. In zwei oder drei Regionen - Nord-Pas-de-Calais-Picardie und Alpes-Côte d’Azur, vielleicht auch Bourgogne-Franche-Comté - hat sie gute Aussichten, die Mehrheit zu gewinnen und die Präsidentschaft im Regionalrat zu stellen.

Bislang werden 21 der 22 Regionen von Sozialisten (PS) regiert, nur das Elsass hatte einen Regionalratspräsidenten der rechtsbürgerlichen Republikaner. Durch die erst Mitte dieses Jahres in Kraft getretene Gebietsreform hat sich die Zahl der Regionen auf 13 reduziert. Von ...


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